Polizei verhindert antifaschistische Demonstration

Pressemitteilung vom 22.09.2012
Polizei verhindert antifaschistische Demonstration

Rund 250 Antifaschisten wollten heute gegen die neue Landeszentrale der NPD in Essen-Kray demonstrieren. Die Polizei verhinderte das durch immer neue Schikanen.

Auf dem Kaiser-Otto-Platz in Essen-Steele versammelten sich am heutigen Samstag rund 250 Nazi-Gegner, um gegen die neue NPD-Zentrale in der Marienstraße 66a in Essen-Kray zu demonstrieren. Der Beginn der Demonstration verzögerte sich um mehr als eine Stunde, da seitens der Polizei vorgebracht wurde, dass sich einzelne Versammlungsteilnehmer vermummt hätten. Der vor Ort anwesende Ansprechpartner der Polizei konnte jedoch zunächst gegenüber dem Versammlungsleiter nicht benennen, welche Teilnehmer konkret gemeint seien und worin die Vermummung bestand. Der Demonstrationszug konnte sich daher erst nach anderthalbstündiger Verspätung in Bewegung setzen.

Doch bereits nach einigen hundert Metern stoppte die Polizei den Demonstrationszug erneut und kesselte schließlich einen Großteil der Versammlungsteilnehmer ohne erkennbaren Anlass auf der Krayer Straße ein. Im Zuge dessen kam es zu mindestens einer Festnahme. Der Versammlungsleiter löste die Demonstration nun auf, da spätestens zu diesem Zeitpunkt deutlich wurde, dass die Polizei an einer friedlichen und vereinbarungsgemäßen Durchführung der Versammlung nicht interessiert war. Daraufhin meldete ein Versammlungsteilnehmer, der nicht dem Spektrum der veranstaltenden Gruppen zugehörte, eine eigenständige Spontandemonstration zur Marienstraße an, der sich ein Teil der Demonstranten anschloss.

„Es ist vollkommen unverständlich, weshalb die Essener Polizei eine vollkommen friedliche Versammlung eskalieren ließ und so das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit praktisch ausgehebelt hat“, so Tessa Kuijer, Pressesprecherin der Antifa Essen Z. „Zu keinem Zeitpunkt gingen Provokationen oder gar Gewalttätigkeiten von den Demonstrationsteilnehmern aus. Den Widerstand gegen die NPD werden wir uns aber nicht verbieten lassen. Deshalb werden wir unsere Demonstration in absehbarer Zeit nachholen“.

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