Die extreme Rechte in Essen – Jahresbericht 2014 veröffentlicht

Zum siebten Mal haben wir nun unseren Jahresbericht über die Aktivitäten und Entwicklungen der extremen Rechten in Essen veröffentlicht. Die 24 Seiten umfassende Broschüre beschäftigt sich unter anderem mit den rechten Parteien und der parteiunabhängigen Neonazi-Szene, aber auch mit den Aktivitäten fremdenfeindlicher Anwohnerinitiativen und den antisemitischen Vorfällen während der israelfeindlichen Proteste im Sommer letzten Jahres.

Der Bericht kommt zu dem Fazit, dass die klassischen Akteure der extremen Rechten – Neonazi-Kameradschaften und offen rechtsradikale Parteien – massiv an Bedeutung verloren haben. Für einen beträchtlichen Teil der fremdenfeindlichen und antisemitischen Aktivitäten und Vorfälle waren in den letzten Jahren Bürgerinitiativen, Bewegungen und Parteien verantwortlich, die sich nach außen hin gemäßigt geben und sich von der rechten Szene distanzieren. Künftig wird sich antifaschistische Recherche auch solchen Gruppierungen verstärkt widmen müssen

Unser Jahresbericht steht ab sofort als PDF zum Download bereit und wird in Kürze auch als Printversion erhältlich sein.

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Rechte Hools blieben zu Hause

Rund 3.000 Menschen haben heute (18.01.2015) an einer Demonstration des Bündnisses Essen stellt sich quer teilgenommen. Anlass war ein Aufmarsch des rechten Netzwerks „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa), der heute ebenfalls in Essen stattfinden sollte, im Vorfeld aber durch die Polizei untersagt worden war. Entgegen zahlreicher Ankündigungen im Internet, verirrten sich heute nur vergleichsweise wenige HoGeSa-Anhänger nach Essen. Die Essener Polizei sprach nach eigenen Angaben 88 Platzverweise aus. Außerdem wurden 15 Personen in Gewahrsam genommen, unter anderem weil sie Drogen und verschiedene Waffen bei sich trugen. Der Organisator des HoGeSa-Aufmarschs hatte ursprünglich mit bis zu 4.000 Teilnehmern gerechnet.

Die Antifa Essen Z hat auf der Abschlusskundgebung des Bündnisses Essen stellt sich quer ein Flugblatt verteilt, das wir hier dokumentieren.

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Aktivisten besetzen Zentrale von „European Homecare“ in Essen

Rund 50 Aktivisten haben am 5. Dezember in Essen-Stadtwald kurzzeitig die Zentrale des Unternehmens European Homecare besetzt. Hintergrund sind die massiven Missstände und die kürzlich bekannt gewordenen Misshandlungsfälle in einigen von European Homecare betriebenen Flüchtlingsunterkünften. In einer Erklärung kritisierten die Besetzer, dass das Unternehmen sich auf Kosten der Heimbewohner bereichere und forderten, Flüchtlinge in Wohnungen statt in Gemeinschaftsunterkünften unterzubringen.

Bericht auf dem Blog „Ruhrbarone“

Erklärung der Besetzer auf Indymedia

Ermittlungen gegen „European Homecare“

Im Rahmen ihrer Ermittlungen zu den Misshandlungsfällen in mehreren nordrhein-westfälischen Flüchtlingsheimen hat die Staatsanwaltschaft Siegen am Montag (6. Oktober) die Geschäftsräume von „European Homecare“ in Essen durchsucht. Es besteht offenbar der Verdacht, dass die Firma, die für den Betrieb zahlreicher Flüchtlingsheime in NRW verantwortlich ist, von den Misshandlungen gewusst oder diese sogar angeordnet haben könnte. Indes verdichten sich die Hinweise, dass die Security-Mitarbeiter, die in einem Heim im siegerländischen Burbach Flüchtlinge gedemütigt und geschlagen haben sollen, der rechten Szene angehören. So sollen sich die Wachleute selbst als „SS-Trupp“ bezeichnet und szenetypische Tätowierungen getragen haben.

Rheinische Post: Folterszenen im Flüchtlingsheim (02.10.2014)

WDR: Verdacht auf Freiheitsberaubung und Nötigung (07.10.2014)

Gewalt gegen Flüchtlinge in Essener Asylunterkunft

Sicherheitskräfte sollen in einem Essener Flüchtlingsheim Bewohner schickaniert und misshandelt haben. Das berichtet das WDR-Magazin „Westpol“ am 28. September. Betreiber der betroffenen Unterkunft ist das Essener Unternehmen European Homecare. Die mutmaßlichen Täter sind Mitarbeiter der Nürnberger SKI Wach- und Sicherheitsgesellschaft. Gegen vier von ihnen wurden nun Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Auch eine Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge im siegerländischen Burbach ist von den Vorfällen betroffen.

Westpol: Misshandlungen und zu wenig Personal

Der Westen: Private Sicherheitskräfte haben in Burbach Flüchtlinge misshandelt

Die extreme Rechte in Essen – Jahresbericht 2013

Ab sofort steht unser aktueller Jahresbericht über die extreme Rechte in Essen zum Download zur Verfügung. In der diesjährigen Ausgabe informieren wir über die Aktivitäten der rechtsradikalen Parteien, über die Essener Kameradschaftsszene, die Identitäre Bewegung, die rechte Fußballfanszene, das Bekleidungsgeschäft Oseberg und die aktuelle Flüchtlings- und Zuwanderungsdebatte.

Die extreme Rechte in Essen – Aktivitäten und Entwicklungen in 2013 (PDF; 2,8 MB)

Ab Mitte Januar wird die Broschüre auch in gedruckter Form zur Verfügung stehen. Ältere Jahresberichte könnt Ihr hier herunterladen.

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40 PRO NRW-Anhänger in Essen

Rund 40 Anhänger der rechtspopulistischen Kleinpartei PRO NRW haben am Samstag (05.10.2013) in den Essener Stadtteilen Frintrop und Kupferdreh-Dilldorf „gegen Asylmissbrauch und Armutseinwanderung“ demonstriert. An den Gegenprotesten beteiligten sich jeweils 50 bis 100 Menschen. Die PRO NRW-Versammlungen, die jeweils in der Nähe neu eingerichteter Flüchtlingsunterkünfte stattfanden, waren Teil einer Kundgebungstour, in deren Rahmen die Rechtspopulisten auch Veranstaltungen in Bochum und Duisburg durchführten.

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Update zum Protest gegen PRO NRW am Samstag

PRO NRW wird am Samstag (05.10.) bereits um 13.00 Uhr nach Essen-Frintrop kommen. Das Bündnis Essen stellt sich quer hat eine Gegenkundgebung angemeldet, die um 12.30 Uhr in der Straße „Im Neerfeld“ beginnen soll. Wir rufen dazu auf, sich an dieser Kundgebung zu beteiligen. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, gemeinsam zur zweiten PRO NRW-Kundgebung zu fahren, die um 14.45 Uhr in der Oslenderstraße in Essen-Kupferdreh beginnen soll. Auch hier hat Essen stellt sich quer eine Gegenveranstaltung organisiert.

05.10.: Protest gegen PRO NRW in Essen

Am 5. Oktober will die rechte „Bürgerbewegung“ PRO NRW im Ruhrgebiet mit insgesamt fünf Kundgebungen gegen Flüchtlinge und Migranten mobil machen. Zwei der Veranstaltungen sollen in Essen stattfinden. So rufen die Rechtspopulisten für 13.15 Uhr in der Frintroper Straße (Frintrop) und für 14.45 Uhr in der Oslenderstraße (Kupferdreh-Dilldorf) zu Kundgebungen auf. Das Bündnis Essen stellt sich quer hat auf seiner Website angekündigt, Gegenaktionen zu organisieren. Wir rufen dazu auf, sich an diesen Aktionen zu beteiligen, und empfehlen Euch, am 5. Oktober um 13.00 Uhr zur Straßenbahnhaltestelle Frintroper Höhe (erreichbar mit der Linie 105 Richtung Unterstraße) zu kommen.

Bereits um 11.00 will PRO NRW in der Wohlfahrtstraße in Bochum demonstrieren. Um 17.00 und um 19.00 Uhr sollen dann weitere Kundgebungen in Duisburg (In den Peschen und Obermarxloher Straße) stattfinden.